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37 Jahre im Kreißsaal der Ilmtalklinik in Pfaffenhofen

21.06.2018

Ich wollte noch nie etwas anderes werden“, lacht Maria Lang. Die 55-jährige hat 37 Jahre lang ihren Traumberuf Hebamme in der Ilmtalklinik ausgeübt und will sich jetzt aus dem Kreißsaal zurückziehen. Bis dato hat sie ziemlich genau 2900 Kindern in Pfaffenhofen auf die Welt geholfen und trotz langjähriger Erfahrung ist eine Geburt für sie nie Routine: „Eine Geburt ist immer ein besonderes Erlebnis“, betont Lang.

Hebamme ist in ihrer Familie ein Beruf mit Tradition - bereits die Tante und Großtante waren  Hebammen - und sie hat den  Beruf immer geliebt. Auch wenn sich mit den Jahren so manches geändert hat – weniger der Geburtsprozess an sich, mehr die Einstellung der jungen Eltern:  „Frauen haben heute oft Zweifel an ihrer Gebärfähigkeit. Viele sind auch, bedingt durch zu viele Informationen, verunsichert. Das ist unter anderen auch ein Grund für mehr Kaiserschnitte. Insgesamt waren die Eltern früher entspannter.“ Was sich dramatisch geändert hat und als große Belastung empfunden wird, ist die ganze Bürokratie rund um eine Geburt. „Manchmal benutze ich meinen Kugelschreiber mehr als meine Hände bei einer Geburt“, erzählt die Hebamme.
Die Ilmtalklinik hat sie als besonderes Haus erlebt. „Hebammen bekommen hier von den Ärzten viel Rückhalt und die Freiheit, die Frauen so zu versorgen, wie sie es für richtig halten. Wir dürfen Geduld haben und es wird respektiert, dass eine Geburt ihren eigenen Rhythmus hat“, lobt Maria Lang. Durch Kongresse und in Gesprächen mit Berufskolleginnen aus anderen Kliniken hat sie erfahren, dass das durchaus nicht selbstverständlich ist. Auch das gute Team der Beleghebammen an der Ilmtaklinik war für sie ein Grund, so lange hier zu bleiben.
Maria Lang bleibt den werdenden Müttern in der Hebammenpraxis erhalten. Sie wird Kurse geben und in der Nachsorge tätig sein. Ihre Kolleginnen wird sie weiter bei der Geburtsanmeldung unterstützen.