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Zentrum für Pneumologie -
Beatmungs- und Schlafmedizin

Die Pneumologie (Lungen- und Bronchialheilkunde) befasst sich mit den Erkrankungen der Atmungsorgane (Atemwege, Lunge, Rippenfell, Brustkorb). Mit dem Aufbau eines pneumologischen Zentrums im Kreiskrankenhaus Mainburg wird die direkte Fachversorgung von vielen Patienten nicht nur aus dem unmittelbaren Einzugsgebiet
des Krankenhauses, sondern überregional sichergestellt.

Allgemeine Pneumologie

Im Hauptfeld der Pneumologie stehen die Diagnostik und Behandlung von obstruktiven Atemwegserkrankungen (z.B. Asthma, Bronchitis), der entzündlichen Erkrankungen des Lungenparenchyms (z.B. Sarkoidose, Lungenfibrose), Berufserkrankungen und der pulmonalen Beteiligung von Systemerkrankungen.

Allergische Atemwegserkrankungen

  Allergische Rhinitis (Heuschnupfen) und allergisches Asthma bronchiale, oft auch mit Heuschnupfen verbunden, stellen die häufigsten allergischen Atemwegserkrankungen dar. Allergische Reaktionen treten hauptsächlich auf natürlich vorkommende Substanzen wie Pollen, Hausstaubmilben, Schimmelpilzsporen und Tierhaare an der Schleimhaut
der Atemwege auf. Weitere häufige Allergene sind Insektenstiche, Nahrungsmittel, Medikamente, industrielle Stäube.

In der Allergologie wird mit einfachen Untersuchungsmethoden wie Hauttests, Provokationstests und Blutuntersuchung versucht, dem auslösenden Allergen auf die Spur zu kommen. Nach Feststellung des Allergens kann die entsprechende Therapie eingeleitet werden.

Infektiologie

Infektionskrankheiten der Atmungsorgane entstehen durch virale, bakterielle und/oder systemische Pilzinfektionen. Diese Krankheiten weisen eine Vielfalt von der banalen Grippe bis zur lebensbedrohlichen Lungenentzündung und Tuberkulose auf. Zur Behandlung ansteckender Infektionen stehen sogenannte "Isolationszimmer" in der Abteilung zur Verfügung.

Onkologie

  Lungenkrebs ist der häufigste Tumor bei Männern, hat eine erhebliche Steigerungsrate bei Frauen
und ist die führende Todesursache unter den Krebstodesfällen.
Die medikamentöse Tumortherapie ist zu einem zunehmend wichtigen Teil der Behandlung des Bronchialkarzinoms geworden. In der Klinik
werden alle modernen Verfahren der medikamentösen Tumortherapie durchgeführt.

Oft besteht eine optimale Behandlung in der Kombination verschiedener Behandlungsverfahren: medikamentöse Therapie, Bestrahlung, Operation, bronchoskopischer Behandlung und psychologischer Betreuung
Mit Ausnahme der Bestrahlung und Thoraxchirurgie, die in Kooperation extern durchgeführt werden, stehen alle diese Behandlungsmöglichkeiten in der Klinik zur Verfügung. Eine Tagesklinik in der Ambulanz erlaubt die Betreuung der onkologischen Patienten auch über den Zeitpunkt ihrer Entlassung hinaus in Zusammenarbeit mit Hausärzten und niedergelassenen Lungenfachärzten.

Beatmungsmedizin und Respiratorentwöhnung

Bei Patienten mit Verformung des Brustkorbs (Kyphoskoliose), bei extrem übergewichtigen Personen, sowie bei speziellen neuromuskulären Erkrankungen
kommt es häufig zu einer Überbeanspruchung und schließlich Erschöpfung der Atemmuskulatur. Dies führt letztendlich zu einem fortschreitenden respiratorischen Versagen.
Die künstliche Beatmung mittels invasiver und nicht-invasiver (Masken-)Beatmung kurzfristig auf der Station oder über längere Zeit auch zu Hause (Heimbeatmung) führt
zur raschen Erholung der Atemmuskulatur und zur Normalisierung des Gasaus-
tausches.

Schlafmedizin

  Schlafstörungen sind in der Bevölkerung häufig und die Vorkommnis ist steigend. Die gesundheitliche Bedeutung der obstruktiven Schlafapnoe (OSA) liegt im engen Zusammenhang mit Herz- und Kreislauferkrankungen. Etwa 2/3 der Schlafapnoe-
patienten leiden an Bluthochdruck. Die effektive Therapie beseitigt nicht nur die Atmungsstörung, sondern auch die Begleiterkrankungen und Beschwerden werden günstig beeinflusst.
Im Schlaflabor unserer Klinik werden des weiteren Patienten mit Einschlaf- und Durchschlafstörungen (Insomnie) sowie mit nächtlichen Bewegungsstörungen (unruhiges Bein Syndrom, Myoklonie) und Narkolepsie untersucht.

Lungenfunktionslabor

Die Lungenfunktionsmessung ist eine der grundlegenden diagnostischen Methoden in der Pneumologie. Mit Hilfe differenzierter Meßmethoden sind wir in der Lage, die Leitungsfähigkeit der Atemwege, die Dehnbarkeit der Lunge (Lungenvolumen) und den Gasaustausch (Ventilation, Diffusionskapazität) zu messen. Mit Belastungsuntersuchungen (Spiroergometrie, Ergometrie) kann die Leistungsfähigkeit und die genaue Ursache der Luftnot (Lungen- oder Herzerkrankung) bestimmt werden.

Bronchologie

In der Bronchologie wird die Bronchoskopie, die Spiegelung der Atemwege vorgenommen. Mit deren Hilfe lassen sich krankhafte Veränderungen in den zentralen Atemwegen direkt ansehen und aus solchen Bereichen können mit kleinen Zangen Gewebsproben entnommen werden. Verengungen im Bereich der Luftröhre und der großen Bronchien können mit dem Laser oder der Zange erweitert, oder durch Einsetzen von Stents offengehalten werden. "Verschluckte" Fremdkörper, die in die Atemwegen gelangen, werden bronchoskopisch entfernt.





Für überweisende Ärzte bieten wir eine pneumologische Spezialambulanz in unserem Hause an.
Terminvereinbarungen über das
Sekretariat unter Telefon 0 87 51/78-13 71.

Das pneumologische Zentrum im Krankenhaus Mainburg ermöglicht
die interdisziplinäre Diskussion über Lungenerkrankungen jeglicher Art, um
dem Patienten ohne zeitliche Verzögerung die bestmögliche Behandlung anbieten zu können.

Im Vordergrund steht dabei die inter-
disziplinäre Kooperation. Am Beispiel
des Bronchialkarzinoms sind alle Therapiemodalitäten, sei es eine Chemotherapie (Tumorkonferenz), Strahlentherapie, oder Operation
(Kooperation mit Thoraxchirurgie) in
enger Zusammenarbeit möglich.